Abrid 1

Abrid 1 ist ein fünf-Wochenkurs, der Begrüßungen, Aussprache, Alltagsformeln und Schreiben behandelt. Wie weiter unten begründet, verwenden wir arabische Schriftzeichen. Nach Abrid 1 werden Sie arabische Buchstaben ohne größere Mühe lesen und schreiben können, außerdem auf die wichtigsten der zahlreichen amazighischen Grußformeln angemessen zu reagieren, sich vorzustellen und einzukaufen.

Abrid bedeuted "Straße", "Pfad" oder "Weg". Wir sind überzeugt, dass unsere Lehrmethoden Ihnen helfen, sich erfolgreich auf Amazighisch zu äußern und sich auf den Weg zu tieferem Verständnis der Berberkultur zu begeben.

Einzelheiten

Abrid lehrt Tamazight mit Hilfe der arabischen Schrift; Daher, werden Sie zunächst das arabische Alphabet lernen, wenn Sie es noch nicht kennen. Wir haben ein eigens dafür konzipiertes Büchlein, das die Schrift unter Verwendung amazighischer Wörte lehrt.

Zwei Bücher begleiten den Kurs Abrid 1: Ein Lehrbuch mit dem Material für die Lektionen und ein Arbeitsbuch mit Übungen zur Wiederholung und Vertiefung, zusätzlichen Dialogen, weiteren Texten und Sprichwörtern, die den Inhalt der Lektionen ergänzen. Nirgends sonst werden Sie so umfangreiches Material zur Einübung ins Amazighische finden. Zusätzlich ist jedes Wort aus Lehr- und Arbeitsbuch auf CD aufgenommen und bietet über sechs Stunden Audiomaterial.

Ziele

  • Am Ende von Abrid 1, wird der erfolgreiche Student eine solide Grundlage in Tamazight erworben haben, auf die er durch Alltagsgespräche mit Berbern aufbauen kann.
  • Das amazighische Verb besteht aus vier wesentlichen Teilen, (die Abrid die vier Säulen des amazighischen Verbes nennt). Mit Abschluss von Abrid 1 werden Sie drei der vier Säulen kennen, ebenso wie die zwei Konjugationsformen des Amazighischen (mehr gibt es nicht).
  • Das amazighische Nomen kennt zwei Formen. Mit Abschluss von Abrid 1 werden Sie beide Formen kennen und anwenden können.

Zeitrahmen

Wir empfehlen, ziemlich intensiv einzusteigen, um schon bald die erste Schwelle zu überwinden. Nimmt man täglich eine neue Lektion durch, braucht man für Abird 1 mit seinen 25 Lektionen also fünf Wochen. Viele Studenten finden gerade am Anfang, wenn sie noch keinen eigenen Sprachhelfer kennen, zusätzliche Übungsstunden hilfreich zu praktischer Konversation.

Warum verwenden wir arabische Schriftzeichen?

Der Hauptgrund ist, dass dadurch praktische Kommunikation. Die Wahl dieser Schrift ist durch unser Ziel im Sprachuntericht begründet: Wir wollen Kommunikation (nicht in erster Linie akademische Forschung; auch verfolgen wir keine geschichtlichen, religiösen oder politischen Ziele. Auch wenn für manche Berber die Verwendung der eigenen Tifinaghschrift wichtig ist zur Darstellung ihrer Identität, gehen wir den Sprachunterricht rein pragmatisch an.

Natürlich geschieht Kommunikation im Amazighischen normalerweise nur mündlich, also ist die Schrift gar nicht wichtig, aber die meisten von uns können eine Sprache nicht ausschließlich über das Ohr lernen und sind Sprachunterricht gewohnt, der Lesen und Schreiben vorsieht. Daher bieten wir geschriebenes Material is Dialogen, Texten, Wortlisten usw.

In Marokko kann jeder, der überhaupt lesen und schreiben kann, das auf Arabisch tun. Diese Fähigkeiten sind im lateinischen Alphabet sehr viel seltener und (noch) können wirklich nur Einzelne Tifinagh. Daher erlaubt uns die arabische Schrift am ehesten, schriftlich mit Amazighen zu kommunizieren, und Sprachhelfer zu finden, die unsere Lektionen lesen und verstehen können.

Außerdem werden Sie, wenn Sie länger als nur für einen Blitzbesuch in Marokko bleiben, irgendwann die arabische Schrift brauchen. Auch wenn Ihre erste Sprache hier Tamazight ist, werden Sie früher oder später doch mindestens auch ein wenig Marokkanisch brauchen. Ihre Investition, an diesem Punkt schon das arabische Alphabet zu lernen, wird sich später hundertfach auszahlen.

Auch ist es wirklich nicht so schwer. Mit etwas Übung werden Sie bald Buchstaben und Wöreter schreiben und erkennen können. Hunderte von Ausländern jeden Alters haben es vor Ihnen schon gemacht. Aus phonetischer Hinsicht eignet sich das arabische Alphabet sehr gut, amazighische Laute wiederzugeben, und Sie werden es viel sinnvoller finden, als die unzähligen Sonderzeichen im lateinischen Alphabet, die mit extra Strichen und Punkten versuchen, diese eigenartigen Laute wiederzugeben.